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Eine Stunde Normalität

Tauchen mit Handicap: Martina findet nach 18 Jahren zurück ins Wasser

„Wenn ich bis ins Wasser kommen und eine Tauchausrüstung tragen würde, wäre das eine Stunde ein normales Lebensgefühl.“

Mit diesen Worten hat sich Martina bei mir gemeldet.

 

Ein Wunsch nach Normalität - um ihn zu erfüllen, ist Martina gemeinsam mit einer Freundin einmal von Nord nach Süd durch Deutschland gereist, um gemeinsam mit mir abzutauchen.

Leben mit Rollstuhl, MS und Einschränkungen

Seit 2020 sitzt Martina im Rollstuhl - teilgelähmt. Nur eine funktionsfähige Hand, dazu Probleme mit dem Gleichgewicht. Alles begann mit einem Zeckenbiss – Borreliose. Später kam zusätzlich Multiple Sklerose dazu.

Martina sitzt mit Taucheranzug im Rollstuhl

Martinas Geschichte: von der Kriminalpolizistin zur Diagnose

Vor ihrer Erkrankung war sie das Gegenteil dessen, was sie heute körperlich erlebt: Kriminalpolizistin auf einer Ostseeinsel, sportlich, aktiv, viel draußen unterwegs – und leidenschaftliche Taucherin. Tauchen hatte sie geliebt. Und gelebt. Aber wie das Leben manchmal so spielt, kam die Erkrankung dazwischen. Tauchen ging nicht. 18 lange Jahre lang.

Der Wunsch zurück ins Wasser

Und jetzt dieser Wunsch: Zurück ins Tauchen. Zurück zu diesem Gefühl von Freiheit.

Nicole bereitet Tauchequipment vor, ihr gegenüber sitzt Martina im Rollstuhl

Tauchen mit Handicap – ist das möglich?

Als sie mich kontaktiert hat, ging es nicht nur um einen Tauchgang. Vielmehr ging es um Zweifel, um Unsicherheit. Und um die Frage: Ist das für mich überhaupt noch möglich?

 

Genau hier setze ich an. Nicht mit einem Standardprogramm, sondern individuell. Mit Zeit, mit Anpassungen und vor allem: mit einem klaren Blick auf das, was geht.

Vorbereitung für ein angepasstes Taucherlebnis

Wir haben alles vorbereitet – Schritt für Schritt. Und dann sind wir ins Wasser. Leicht war es nicht, denn Martina wollte zu viel. Ihr eigener Anspruch war höher als das, was ihr Körper gerade zulässt. Sie war streng mit sich, ungeduldig.

 

Ich habe sie immer wieder zurückgeholt. Zum Atmen. Zur Ruhe. Zu dem, was gerade möglich ist.

MArtina sitzt am BEckenrand, Nicole hält die Flossen und spricht zu ihr

Unter Wasser verändert sich alles

Und unter Wasser… wurde es leiser, ruhiger. Nicht perfekt, nicht mühelos, aber genau richtig für diesen Moment. Und am Ende hat es funktioniert.

Fazit: Tauchen mit Handicap ist möglich

Eine Stunde, in der nicht der Rollstuhl im Mittelpunkt stand, nicht die Diagnosen. Nicht das „was nicht mehr geht“. Sondern das, was noch möglich ist.

Martina sitzt nass und erschöpft, aber glücklich am BEckenrand, Nicole hält ihre Hand auf die SChulter

Individuelles Tauchen für Menschen mit Einschränkungen

Tauchen mit Handicap ist kein „Vielleicht“. Es ist möglich – mit der richtigen Begleitung.

 

 

Wenn du selbst zweifelst, ob Tauchen (wieder) für dich infrage kommt: Melde dich bei mir. Wir schauen gemeinsam, was für dich machbar ist.

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