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Adaptive Support vs. Adaptive Techniques

Es geht in die letzte Runde, sozusagen das „Finish“ meines Buddy-Kurses. Mit dabei sind wieder Chris, Achim und Sebastian. Und ich - allein unter… Tauchlehrern. Und die machen den extra Kurs für Tauchlehrer. 

Zwei Kurse, ein Ziel

Ganz schön verwirrend, das alles. Ich klär an dieser Stelle mal auf: Der eine Kurs nennt sich offiziell PADI Adaptive Support Diver Course. Für mich ist das einfach der Tauchbegleiter- oder Buddy-Kurs. PADI Adaptive Techniques Speciality Course wird die Ausbildung für die Pros genannt. Und bei mir? Kurs für die Pros….


Trau dir selbst was zu – und deinem Tauchpartner! Hilfe ja, aber nur, wo es nötig ist! Es ist Teil beim adaptiven Tauchen, die Kursteilnehmer auch dafür zu sensibilisieren. Finde ich großartig!

  • Adaptive – adaptiv, anpassungsfähig an die jeweiligen, individuellen Fähigkeiten
  • Adaptive Diving – anpassbares Tauchen, so gut es geht und soweit eine Behinderung, chronische Krankheit oder andere körperliche Einschränkung ermöglicht
  • Adaptive Support Diver – Taucher, der andere beim Tauchen in angepasster Weise unterstützt, sodass dieser ebenfalls tauchen (lernen) kann
  • Adaptive Techniques – anpassbare Fertigkeiten im Umgang mit körperlich und /oder geistig eingeschränkten Tauchern, Tauchschülern, Tauchlehrern
  • Adaptive Techniques Speciality Course – Kurs für Dive Professionals, die mit Tauchern mit Behinderung arbeiten und andere Pros dafür ausbilden möchten

Darum geht es im Buddy-Kurs

Im Buddy-Kurs lernst du, wie du einen Taucher am besten unterstützen kannst, der eine Behinderung hat. Egal, welche. Und du bekommst ein Gespür für die individuellen Fähigkeiten von Tauchern mit verschiedenen Handicaps. 

Adaptive Support Diver kannst du werden, wenn du

  • bereits zertifizierter Taucher bist, Open Water Diver oder höher sowie
  • mindestens 15 Jahre alt bist
  • den Kurs PADI Emergency First Response (Erst-Hilfe-Kurs) innerhalb der letzten 24 Monate absolviert hast

Du solltest bereits selbst gut tarieren können. Somit hast du dann alle Hände frei für deinen Tauchpartner. Empfohlen wird, vorher den Kurs „Tarierung in Perfektion“ zu machen, damit du besser trimmen kannst. Ist aber kein Muss.

Erst die Theorie, dann geht es ins Wasser. In zwei Tauch-Workshops, im Pool und im Freiwasser lernst du nützliche Techniken, die dich zu einem besseren Taucher machen. Und so auch zu einem besseren Buddy für Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen. Ganz egal, um welche Behinderung es sich dabei handelt. 

Taucher helfen Tauchern

Die Übungen schärfen deinen Blick dafür, was Taucher mit Handicap brauchen. Oft ist das nämlich gar nicht viel. Manchmal etwas mehr. Aber immer anders. Genau das macht das Tauchen noch viel spannender! 

Adaptive diving - gelebte Inklusion

Du eröffnest Menschen, die sich das alleine vielleicht gar nicht zutrauen, die Möglichkeit zu tauchen. Für mich ist das auch ein Stück weit gelebte Inklusion: gemeinsam mit nicht-behinderten Tauchern Erlebnisse zu teilen. Unter Wasser sind wir schließlich nicht eingeschränkt!  


PADI Adaptive Techniques Specialty Kurs

Der Kurs für Professionelle Taucher umfasst Theorie, je zwei praktische Einheiten in Confined Water und im Freiwasser, Prüfung. Was dir als Dive Pro diese Ausbildung bringt, erklärt PADI IDC Staff Instructor, Syed Abd Rahman, der an der Entwicklung des beteiligt war: 

„Der Adaptive Techniques Specialty Kurs hilft dir dabei, die Standards in einem neuen Licht zu sehen. Du erweiterst deine „Toolbox“ um Fertigkeiten, die auf alle Schüler angewendet werden können.“

Syed Abd Rahman, Diveheart Malaysia

Syed ist auch Botschafter für Diveheart in Malaysia, der gemeinnützigen Organisation für behinderte Taucher. Er räumt mit einem der häufigsten Missverständnisse über die Arbeit mit Tauchern mit Behinderung auf: „Die Haftung ändert sich nicht. Du hast immer die Pflicht zur Fürsorge."

Am Adaptive Techniques Speciality Kurs kannst du teilnehmen, wenn du

  • zertifizierter PADI Divemaster oder Master Freediver und
  • mindestens 18 Jahre alt bist
  • innerhalb der vergangenen 24 Monate den Kurs PADI Emergency First Response (Erst-Hilfe-Kurs) abgeschlossen hast
  • deine eigene Tauchausrüstung mitbringst

Quelle: www.padi.com | Videos: Padi | Fotos: N. Kraß, Canva


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